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Pizza als langfristige Todesursache?

Fressanfälle (oder Essanfälle, wie man korrekterweise sagen müsste), werden gern verharmlost. Es wird Koketterie damit betrieben, oder alles wird auf PMS geschoben. Wer regelmäßig an Essanfällen leidet, weiß, dass diese langfristig gesehen sogar lebensbedrohlich werden können: Spätestens dann, wenn ein Mensch aufgrund der Nebenerscheinungen von Adipositas Erkrankungen wie Diabetes entwickelt oder nicht mehr dazu in der Lage ist, bestimmte alltägliche Bewegungen auszuführen, wird so manchem Betroffenen bewusst, dass er sich in einem gefährlichen Teufelskreis befindet.

Kopfschuss – oder bei sich selbst auf der Zielscheibe?

Das von Fressanfall.com präsentierte Logo soll auch anhand des Punktes (.com), welcher an der Stirn der abgebildeten Person dargestellt wird, verdeutlichen, dass sich bei Menschen mit Essanfällen etwas im Gehirnstoffwechsel bzw. in Bezug auf die Hormone gewaltig in Schieflage befindet.

Kein Ersatz für eine Therapie, sondern Motivationsstütze

Die Website wurde ins Leben gerufen, um Personen, die an Essanfällen leidet, aus der Patsche herauszuhelfen. Es soll jedoch klargemacht werden, dass in vielen Fällen eine Behandlung durch einen Arzt oder Psychotherapeuten unverzichtbar ist und keinesfalls durch das Lesen unserer Website ersetzt werden kann. Dennoch freuen wir uns, wenn wir Menschen, die an gelegentlichen oder auch mehrfach täglichen Essanfällen leiden, einen Motivationsschub verpassen können und sie zur Wiedererlangung der Selbstkontrolle bringen können. Wir begrüßen es jederzeit, wenn Sie uns ehrliches Feedback geben und sind für Anregungen sehr dankbar.

Die Autorin über sich selbst

Meine Großmutter war übergewichtig und liebte Süßigkeiten sowie herzhafte Speisen über alles. Deshalb sagte meine Mutter immer, als ich als Teenager dazu tendierte, zuzunehmen: “Das hast du von deiner Oma!”

Als Kind war ich schlank und hatte sogar eine Aversion gegen Butter, und Speck mag ich bis heute nicht. Doch als ich – ein Michael-Jackson-Fan und von Liedern wie dem Earth Song zutiefst ergriffen – beschlossen hatte, Vegetarierin zu werden, wich ich dafür auf Lebensmittel wie Käse und Nudeln aus (wobei erstes ethisch freilich auch nicht optimal ist).

Bis heute liebe ich diese beiden Lebensmittel. Und im Laufe der Jahre kamen noch zahlreiche weitere Lieblinge und Unarten hinzu: Eier, Butterbrezen, belegte Semmeln aber auch Süßigkeiten wie Popcorn zu jeder Tages- und Nachtzeit. Nachdem es mir gelang, dem Zucker komplett abzuschwören, beschloss ich, den Fressanfällen den Kampf anzusagen. Mein Wissen und meine Überlegungen teile ich mit euch.